Unsere Welt ist komplex und im ständigen Wandel. Um in unserer heutigen Welt gut zurechtzukommen hilft es Führungskräften eine achtsame Haltung einzunehmen.
Durch einen achtsamen Führungsstil können sich Mitarbeitende wohler und gesehener fühlen. Diese Haltung unterstützt das volle Potenzial von Mitarbeitenden zu entfalten und deren Ressourcen aktiv zu nutzen. Zudem dient Mindful Leadership, um Burnout vorzubeugen. Führungskräfte stehen unter hohem Druck und eine achtsame Selbstführung beugt stressbedingten Krankheiten vor.
WAS IST MINDFUL LEADERSHIP?
Mindful Leadership oder in deutsch "Achtsame Führung" beschreibt eine Führungshaltung, bei der Führungskräfte dank Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung ihre Reaktionen bewusster und ruhiger steuern. Die innere Haltung ermöglicht es präsent zu sein, ohne Beurteilung, Emotionen und Gedanken bewusst wahrzunehmen und Bedürfnissen von Mitarbeitenden mit Empathie zu begegnen.
WAS SIND DIE WESENTLICHEN GRUNDPRINZIPIEN UND HALTUNGEN DER ACHTSAMKEIT?
Die acht Prinzipien:
Wertneutralität
Anfängergeist
Geduld
Vertrauen
Akzeptanz
Teflon-Geist
Loslassen
Liebe und Mitgefühl
1. Wertneutralität (Nicht zu urteilen ist ein dermaßen wichtiger Aspekt der Achtsamkeit, dass Jon Kabat-Zinn es sogar zum Bestandteil seiner Arbeitsdefinition gemacht hat: Von Moment zu Moment und ohne zu urteilen aufmerksam zu sein).
2. Anfängergeist (Mit neuen Augen zu sehen, egal ob bzgl. einer Situation oder anderen Person. Unser Geist ist meist eingenommen von Vorurteilen, Vorstellungen und Meinungen. Dadurch übersehen wir oft, was wir gerade vor der Nase haben. Das kann helfen, festgefahrene Situationen in einem neuen Licht zu sehen).
3. Geduld (Ungeduld treibt uns voran, an ein Ziel zu gelangen. Grund, nicht im Hier & Jetzt zu sein. Wir können entscheiden, Ungeduld als Bestandteil unserer Erfahrung sein zu lassen und nichts daran zu ändern).
4. Vertrauen (Wir sind Expert*innen für uns selbst. Weisheit, Autorität und Wissen liegen in uns).
5. Akzeptanz (Ein Punkt, mit dem neue Schüler*innen am meisten zu kämpfen haben. Sie müssen es nicht mögen. Aber akzeptieren, so, wie es gerade ist. Genau daraus entstehen Freiheit und Gelassenheit).
6. Teflon-Geist (Reize von außen abprallen lassen).
7. Loslassen oder SEIN-Lassen (Die Gegenteile vom Festhalten und Greifen. Wir lernen in kurzen Momenten sowohl das Begehren als auch Abneigung loszulassen).
8. Liebe und Mitgefühl (Mitempfinden & Mitfühlen, insbesondere Schmerz der anderen fühlen).
Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl
unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen
unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
Stephen R. Covey über Victor Frankl
WIE LERNEN WIR MINDFUL LEADERSHIP?
Um Mindful Leadership zu lernen werden Achtsamkeitsübungen und wie Atemübungen und Meditation praktiziert. Durch Selbstreflexion und die regelmäßige Praxis merken Führungskräfte, was sich im Inneren verändert.
Typische Übungen der Mindful Leadership Praxis sind:
Bodyscan aus MBSR: (Mindful Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn) Wir trainieren unsere Körperempfindungen bewusst wahrzunehmen und im Moment zu sein. Dies stärkt unsere Selbstwahrnehmung.
Journaling: Gedanken und Gefühle werden aufgeschrieben und reflektiert. Damit erhalten wir Klarheit.
Meditation und Atemübungen: Meditation und Atemübungen schenken uns Klarheit, Verbindung mit uns selbst und wir üben dabei im Moment zu sein, ohne Beurteilung in einer wohlwollenden Haltung uns selbst und anderen gegenüber. Es gibt kurze Mikroübungen für den Arbeitsalltag, die für Übergangszeiten ideal geeignet sind. Achtsamkeit lebt vom ER-LEBEN und nicht vom Wissen.
In einem professionellen Mindful Leadership Training lernen wir eine Vielzahl an wissenschaftlich fundierten Achtsamkeitsübungen kennen, um eine eigene Achtsamkeitspraxis in den Alltag zu integrieren.
WOZU LERNEN FÜHRUNGKRÄFTE MINDFUL LEADERSHIP?
Das Ziel von Mindful Leadership ist es, Führungskräften zu ermöglichen, sich und ihrem Team einen wertschätzenden Umgang, bewusste Aufmerksamkeit, empathische Führung und somit ein kreativeres, resilienteres und wohlwollendes Arbeitsumfeld zu ermöglichen.
Der persönliche Nutzen für Führungskräfte ist:
nachweislich Stressreduktion
Anstieg angenehmer Emotionen
innere Balance
bessere Entscheidungen durch mehr Klarheit
bessere Emotionsregulation
weniger Konflikte
mehr Zufriedenheit und Sinnerleben
stärkere Resilienz
gesünderer Umgang mit sich selbst
Meditation verbessert unsere Lernfähigkeit
Der Nutzen als Führungskraft fürs Unternehmen:
gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit
höhere Motivation
höhere Produktivität und Fokus
bessere Beziehungen und Zugehörigkeit
Unterstützung in Veränderungsprozessen
Psychologische Sicherheit als Erfolgsfaktor der Führung (Google Projekt Aristoteles)